Simulationsziele
Entsprechend dem Leitfaden der ASIM – Arbeitsgemeinschaft Simulation in der Gesellschaft für Informatik – Gründungsmitglied von EUROSIM, dem Dachverband europäischer Simulationsvereinigungen, ist der Einsatz der Simulation insbesondere dann vorteilhaft, wenn
- Neuland beschritten wird,
- die Grenzen analytischer Methoden erreicht sind,
- komplexe Wirkungszusammenhänge die menschliche Vorstellungskraft überfordern,
- das Experimentieren am realen System nicht möglich oder zu kostenintensiv ist und/oder
- das zeitliche Ablaufverhalten einer Anlage untersucht werden soll.
Im allgemeinen treffen mehrere dieser Kriterien gleichzeitig zu. Dabei sind häufig die Grenzen der analytischen Methoden nicht bekannt bzw. werden zum Entscheidungszeitpunkt nicht bewusst. So versagen z. B. die üblichen Berechnungsformeln der Verfügbarkeit, wenn
- parallele Elemente unterschiedliche Leistungen bzw. Arbeitsgeschwindigkeiten aufweisen und/oder
- die Arbeitsgeschwindigkeit während der Produktion deutlich verstellt bzw. in einem signifikanten Bereich geregelt wird.
Diesen für moderne reale Verarbeitungsanlagen typischen Kriterien wird mit der simulativen Abbildung und Untersuchung mit hinreichender mathematischer Exaktheit entsprochen.